News von der Glarner reformierten Landeskirche

Fridolinskollekte 2019 für «Jugendwohnen Glarus»

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27.02.2019
Die traditionell im März erhobene Fridolinskollekte ist diesmal bestimmt für das Projekt «Jugendwohnen Glarus». Es bietet betreutes Wohnen für Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen im Haltli in Mollis an.

Bis 2018 gab es im Kanton Glarus kein Angebot im Bereich betreutes Wohnen für Jugendliche, die in der Familie und in der Freizeit zu wenig Betreuung hatten, so dass es immer wieder zu unerwünschten Entwicklungsverläufen kam. Die Jugendlichen wurden straffällig, konsumierten Drogen oder gerieten anderweitig in Schwierigkeiten.

Die Jugendanwaltschaft nahm deshalb Kontakt auf mit dem Schul- und Berufsbildungsheim Albisbrunn in Hausen am Albis. Dieses erklärte sich bereit, die einweisenden Behörden – Jugendanwaltschaft, Soziale Dienste und KESB – fachlich zu unterstützen, nicht aber finanziell. Dank einer Initialspende der Ida und Rudolf Schrepfer-Laager Stiftung konnte dann im Juni 2018 in gemieteten Räumen des Vereins «Glarner Gemeinnützige» im Haltli der Betrieb aufgenommen werden.

Heimbetrieb ist ausgebucht

Voraussetzungen für eine Aufnahme sind der Besuch einer externen Tagesstruktur, fehlende Ressourcen in der Herkunftsfamilie, keine Sucht von harten Drogen, keine schwere psychische Störung und keine pflegerischen Bedürfnisse.

Die Nachfrage ist gross, aktuell leben sieben Glarner Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren im Haltli, darunter eine Frau, ein teilbetreuter Jugendlicher und einer, der nur am Wochenende und in den Ferien hier weilt. Vier gehen noch zur Schule, drei absolvieren eine Lehre.

Die Jugendlichen werden von vier Sozialpädagogen und einem in Ausbildung fachlich betreut und gefördert. Sie lernen, den Alltag zu meistern und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten mit dem Ziel, später selbstständig wohnen zu können.

Der Erlös der Fridolinskollekte soll Lageraktivitäten sowie dem Ausbau des Fitnessraums im Haltli zugutekommen. Wir danken Ihnen herzlich für die Unterstützung.

Madeleine Kuhn-Baer, Medienbeauftragte

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