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Kirche

Auf ins Kinderlager der Kirchgemeinde Netstal

«Mir freued üs uf dich», heisst es auf dem Flyer für das Kinder-Sommerlager der Kirchgemeinde Netstal. Gemeint sind Kinder der 1. bis zur 6. Klasse, die seit vielen Jahren eingeladen werden, in der ersten Sommerferienwoche ins Ferienlager der reformierten Kirchgemeinde Netstal mitzufahren.

Die Freude scheint beiderseitig zu sein, denn Saarah Häuptli, die Hauptleiterin des Lagers, strahlt sichtlich, wenn sie von den vergangenen vielen Ferien erzählt. Vom damaligen Pfarrer Rolf Jost zusammen mit seiner Frau Margrith ins Leben gerufen, übernahm Saarah Häuptli 2014 die Leitung. «Es gibt so viele schöne Orte in der Schweiz, da suchen wir in jedem Jahr etwas Neues», berichtet sie und zählt manche der vielen Orte auf, wo sie schon waren: Langwis oder Engelberg, Schelten oder Senjas, um nur einige zu nennen.

Wichtig ist es dem Team, bestehend aus Saarah Häuptli, Pfarrer Edi Aerni, Daniela Tietz, Monica Castelli sowie einigen Hilfsleitern, dass die Kinder wirklich Ferien haben. Die Kinder sollen nicht lernen, sondern geniessen. Es geht zum Minigolfspielen, Baden, Bähnlifahren und zum Wandern. Drinnen darf gebastelt und gewerkelt werden, draussen Fussball oder Federball gespielt werden. Ganz nach Belieben. Es wird gesungen, gespielt und gebetet. Dabei steht die Lagergemeinschaft im Vordergrund.

Lagermotto auch kulinarisch umgesetzt

Immer gibt es auch ein Motto für die Woche, so zum Beispiel Indianer oder Farben, Ritter oder Steinzeitmenschen. Monica Castelli sorgt in der Küche für das leibliche Wohl und schafft es immer wieder, passend zum Thema, besondere Gerichte anzubieten, so zum Beispiel Indianderbohnen oder feine Zöpfe in allen bunten Farben. Höhepunkt ist jeweils die Disco, wenn unter der Discokugel getanzt werden darf.

Bis zu 40 Kinder haben Platz im Lager, auch wenn diese Zahl nicht immer erreicht werden kann. «Die Werbung gestaltet sich recht schwer, nicht immer finden die Flyer die Adressaten», so Saarah Häuptli. Und doch kommt das Lager in jedem Jahr zustande. Es fahren sogar häufig ältere Kinder mit, die längst aus dem Lageralter herausgewachsen sind.

Die Kirchgemeinde Netstal unterstützt dieses schöne Angebot gerne und übernimmt jeweils das etwaige Defizit. Das Sommerlager ist Teil der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchgemeinde, aber auch Kinder aus anderen Dörfern sind herzlich willkommen. So fahren in diesem Jahr auch solche aus Glarus oder Mollis mit ins Lager. Saarah Häuptli ist stolz auf «ihr» Kinderlager und hofft, dass es noch viele Jahre Kinder erfreuen kann.

 

Pfarrerin Dagmar Doll