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Kirche

Andreas Hefti führt die Synode straff und mit Humor

Weniger verwalten und mehr gestalten: Dies wünscht sich Synodepräsident Andreas Hefti für das Kirchenparlament und generell für die Reformierte Landeskirche. Er hat das Amt im November 2018 von Hans Thomann übernommen.

Andreas Hefti präsidierte von 2002 bis 2008 die reformierte Kirchgemeinde Glarus-Riedern und stand während vier Jahren der GPK in der Synode – der er seit 19 Jahren angehört – vor. Stellten sich juristische Fragen im reformierten Kirchenparlament, wurde er jeweils um Rat angegangen. So kam es nicht von ungefähr, dass er gebeten wurde, das Amt des Synodepräsidenten von Hans Thomann zu übernehmen. Er sagte zu, denn die Gesetzgebung habe ihm als Richter und Exekutivpolitiker im lokalen Kirchenrat noch gefehlt, wie er schmunzelnd bemerkt.

Humor ist ihm wichtig

Der Start im vergangenen November gelang gut, er bekam für seinen «Zug» und die straffe Führung der Geschäfte etliche positive Rückmeldungen. Er sei kein Freund langer Reden, doch der Humor dürfe nicht zu kurz kommen: «Sonst wird die Sache zu trocken, eine Juristenkrankheit...» 

Was wünscht er sich für den Synodebetrieb und die Landeskirche? «Lebhafte Diskussionen in einem geordneten Rahmen, gewürzt mit Humor», sagt er spontan. Wir müssten weniger verwalten und mehr gestalten. Die Landeskirche müsse als öffentliche Institution mit einer klaren – reformierten – Botschaft sichtbar werden und bleiben, auf die Leute zugehen sowie Antworten finden auf die aktuellen Herausforderungen des Lebens.

Seit 1996 Kantonsgerichtspräsident

Aufgewachsen ist der heute 56-jährige Andreas Hefti in Luchsingen auf einem Bauernbetrieb. Von 1984 bis 1990 studierte er Jurisprudenz an der Universität Zürich. Anschliessend war er als Gerichtssekretär am Bezirksgericht Uster und am Kassationsgericht des Kantons Zürich sowie als Ersatzrichter am Bezirksgericht Zürich tätig, ehe er 1996 zum Präsidenten des Kantonsgerichts Glarus (Zivilabteilung) gewählt wurde. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Glarus.

Madeleine Kuhn-Baer, Medienbeauftragte