News von der Glarner reformierten Landeskirche

Editorial: Die Sinne verbinden uns, der Sinn des Lebens trägt uns

von Barbara Hefti
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30.12.2025
Barbara Hefti, Kantonale Kirchenrätin Ressort Bildung und Diakonie, geht der Frage nach, was die Kirche für den Sinn des Lebens tun kann.

Der Sinn des Lebens – eine Frage, die Menschen seit Jahrhunderten bewegt. Im Kanton Glarus nimmt der Kantonale Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche diese Frage ernst und verbindet sie mit den Sinnen, durch die wir die Welt erfahren. Unsere Sinne – Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen – sind mehr als biologische Funktionen. Sie öffnen uns für Begegnungen, Gemeinschaft und Glaubenserfahrungen. Wer die Schönheit des Glarnerlands sieht, das Wort Gottes hört, Nähe spürt oder das Abendmahl teilt, erfährt Sinnhaftigkeit im Alltag. Die Sinne sind Brücken zum Glauben und zugleich Tore zu einer tieferen Frage: Was trägt uns im Leben?

Der Kirchenrat versteht seinen Auftrag nicht nur als Verwaltung, sondern als Gestaltung von Sinnräumen. Er trägt Verantwortung für Bildung, Diakonie, Finanzen, Kommunikation und Gesellschaft. Damit schafft er Strukturen, die Orientierung geben und Menschen ermöglichen, ihre Berufung zu leben – sei es im diakonischen Dienst, in der Bildung oder im Engagement für Gerechtigkeit und Frieden. Sinn des Lebens bedeutet hier auch Verantwortung: für Mitmenschen, für die Gemeinschaft und für die Zukunft.

Die Kirche bietet Räume, in denen Fragen gestellt, Zweifel geteilt und Antworten im Glauben gefunden werden dürfen. Sie begleitet Menschen in schwierigen Situationen, stärkt sie im Alltag und eröffnet Perspektiven, die über das rein Materielle hinausgehen.

Schlussgedanke: Die Sinne sind die Türen, durch die wir das Leben erfahren. Der Sinn des Lebens ist das Fundament, das uns trägt. Im Zusammenspiel entsteht eine Kirche, die nicht nur verwaltet, sondern inspiriert – und Menschen im Kanton Glarus wie auch über die Kantonsgrenzen hinausbegleitet, stärkt und verbindet.

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