News von der Glarner reformierten Landeskirche
Schwerpunkt: Gott feiern – mal anders

Gott und Motorenlärm

von Jürg Huber
min
10.07.2024
Es waren spezielle Bedingungen für den Gottesdienst vom 16. Juni in Mollis: Dieser fand nämlich anlässlich des Kerenzerbergrennens im Fahrerlager statt.

W├Ąhrend bereits einige Rennfahrer die Motoren f├╝r den ersten Lauf am Sonntag aufheulen liessen, suchte Pfarrer Immanuel Nufer Parallelen zwischen Sport, Leben und Glauben. Spitzensportler haben gerne Rituale, manchmal herrscht Aberglaube, aber es wird auch konkret Beistand von ┬źOben┬╗ f├╝r den Erfolg erbeten. Seien es Fussballerinnen, die sich vor der Partie bekreuzigen oder Hockeyspieler, die immer zuerst die linke Socke anziehen. Bei Motorsportlern kann die F├╝rbitte konkret f├╝r ein unfallfreies Rennen gelten; denn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen kommt es gerade hier immer noch zu Ereignissen, die sogar Menschenleben kosten. Aber schon das Talent f├╝r eine Sportart kann als Gabe von Gott angesehen werden. ┬źEs ist ja etwas, was man von Geburt an hat. Und eben nicht erarbeiten kann.┬╗ Talent allein reiche aber in den meisten F├Ąllen f├╝r den grossen Erfolg nicht aus. Weiter geh├Ârten dazu Fleiss und Disziplin, aber auch Schweiss und Tr├Ąnen. ┬źAus diesen Tr├Ąnen k├Ânnen sch├Âne Fr├╝chte erwachsen.┬╗ Und dies erinnere Nufer ganz stark an den Psalm 126, Vers 5: ┬źDie mit Tr├Ąnen s├Ąen, werden mit Freude ernten.┬╗

Auch in vielen weiteren Bereichen sei der Sport eine gute Lebensschule, die den Menschen lehre, wie man mit Niederlagen umgehen k├Ânne. Und, wie Roger Federer in einer Rede gemeint hat, dass es wichtiges und auch wichtigeres als den Sport gibt. F├╝r ihn seien das vor allem Familie und Freunde. Dass es aber auch hier Verlust und Ver├Ąnderungen geben kann, zeigte f├╝r Nufer das Beispiel von Michael Schumacher. ┬źIn seiner Sportart hat er alles erreicht, was es gibt. Ein Unfall beim Skifahren hat ihn aber aus seiner Familie gerissen.┬╗

Gerade hier r├╝cke der Glauben die Situation auf eine h├Âhere Ebene, ┬źda es eben nicht nur unsere aktuelle Welt gibt, sondern eine Perspektive dar├╝ber hinaus zur Ewigkeit mit Gott.┬╗

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