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Kirche

Auffahrt: Ursprung christlicher Hoffnung

20.04.2021
Jesus ist in den Himmel gefahren – na und? Unsere Zeit scheint wenig mit dem Auffahrtsereignis anfangen zu können. Dabei hätte uns seine Symbolik so viel zu geben.

Als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Und während sie ihm unverwandt nachschauten, wie er in den Himmel auffuhr, da standen auf einmal zwei Männer in weissen Kleidern bei ihnen, die sagten: Ihr Leute aus Galiläa, was steht ihr da und schaut hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen.

Apostelgeschichte 1, 9-11

 

Christus Richtmass der Welt

Christi Auffahrt in den Himmel will zeigen: Was an Ostern mit der Auferweckung Jesu von den Toten geschehen ist, ist entscheidend für Himmel und Erde, für die ganze Schöpfung. Was Gottes Liebe für uns in Jesus Christus getan hat, hat nichts weniger als kosmische Bedeutung!

Alles, was zwischen Gott und Mensch, zwischen Mensch und Mensch und zwischen Mensch und Schöpfung geschieht, soll künftig das Gepräge dieses Christus tragen.

Dies mit klarem Sinnziel: In seiner Person ist der stöhnenden Welt und ihren Geschöpfen Erlösung verheissen. Wenn er wiederkommen wird, um Gottes Werk zu vollenden.

Und darauf sollen wir uns als Kirche ausrichten. Aber nicht wie im Warten auf Godot. Sondern in liebender Zuwendung zur Welt im Heiligen Geist. Diesen bringt uns das Pfingstereignis, zehn Tage nach Himmelfahrt. Damit wird uns gewissermassen die Melodie Jesu ins Herz gelegt, nach der wir unseren Weg auf dieser so schönen und zugleich so traurigen Erde gestalten sollen. 

Identität in Christus

Die Zugehörigkeit zu Christus bestimmt unsere Identität als Individuum und als Gemeinschaft – und nicht andere, weltliche Zugehörigkeiten, wie Geschlecht, Hautfarbe, Kultur, die heutzutage die Identitätsdiskussionen so lautstark antreiben. Identitätsfindung in Christus, das ist: freudige Hoffnung auf Wiederkunft des Aufgefahrenen. Er wird uns klares Lebendigsein vor Gott schenken, erlöst aus Leid, Schuld und Zwiespalt. 

Pfarrer Ulrich Knoepfel


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Schlusspunkt  | Artikel

An Auffahrt feiern wir die Rückkehr von Jesus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Nachdem der an Ostern auferstandene Christus zunächst 40 Tage lang den Jüngern erschienen war und über das Reich Gottes geredet hatte, fuhr er vor ihren Augen in den Himmel auf. Dem wird in besonderen Gottesdiensten gedacht – je nach Corona- Situation auch in der Klöntaler Kirche.

 

Bild Ruedi Kuchen