Lichtdurchlässig
Wenn Gott in der Ringbahn sitzt.
Ein aktueller Roman über private und gesellschaftliche Verantwortungen.
Als ich vor zwei Jahren, mit «Wir werden fliegen», Susanne Gregor entdeckt habe, war ich Feuer und Flamme für diese österreichisch-slowakische Autorin.
Dieselbe wunderbar klare, unaufgeregte Sprache überzeugte mich auch wieder bei ihrem eben erschienen Neuling «Halbe Leben». Erzählt wird die gemeinsame Geschichte von Klara, deren Lebensentwurf als Mutter und erfolgreiche Architektin durcheinander gewirbelt wird, als ihre Mutter einen Schlaganfall erleidet, und von Paulina, die als private Pflegefachfrau zwischen ihren zwei Leben in der Slowakei und in Österreich pendelt. Das vermeintlich geglückte Arrangement kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie ungleich die Situation der beiden Frauen ist.
Das Buch lebt im Kern von den unterschiedlichen Abhängigkeiten und Bedürfnissen dieser Beziehung. Ein aktuelles Buch, das anregt über private und gesellschaftliche Verantwortungen nachzudenken. Wer nach dieser Lektüre auch gleich etwas unternehmen möchte, kann sich zum Beispiel das Heks-Projekt «Betreuung älterer Menschen» anschauen. Mit einer Patenschaft schenken Sie eben jenen in Osteuropa medizinische Grundpflege, machen sich für ihre Inklusion in der Gesellschaft stark und sorgen dafür, dass Menschen wie Paulina in ihrer Heimat fair bezahlt werden können.
Ein Buchtipp vom bücherladen appenzell, von Isabella Husistein
Susanne Gregor, Halbe Leben
2025, Zsolnay Verlag
Wenn Gott in der Ringbahn sitzt.
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