News von der Glarner reformierten Landeskirche

«… durch das Band des Friedens» - Zum Weltgebetstag 2024 aus Palästina

von Dagmar Doll
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09.02.2024
Ein Weltgebetstag aus Palästina - lange geplant und doch vom Krieg im Nahen Osten auf den Kopf gestellt. Der Krieg dauert an und wirft die Frage auf: Wie gehen die Kirchgemeinden im Kanton Glarus mit einem Weltgebetstag um? Pfarrerin Dagmar Doll schreibt darüber.

Immer am 1. Freitag im März findet seit vielen Jahren der Weltgebetstag statt, an dem Frauen aus unterschiedlichen Ländern zum Gottesdienst einladen. Auch im Kanton Glarus hat der Weltgebetstag eine lange, ökumenische Tradition und wird von einigen Frauenteams liebevoll gepflegt. Jedes Jahr ist man erneut gespannt, aus welchem Land die Liturgie ist und was die Frauen über ihre Situation als Christinnen in diesem Land zu erzählen haben. Im Jahr 2017 erging der Auftrag an Frauen in Palästina. Sie machten sich daran und erarbeiteten eine Liturgie, die nun im Jahr 2024 gefeiert werden soll. 

Angesichts der dramatischen Ereignisse in Israel und Palästina seit dem 7. Oktober stand die Gestaltung des Gottesdienstes in der vorliegenden Form in Frage. Nach einem gemeinsamen Austausch einiger verantwortlichen Frauen aus allen Regionen des Kantons, besteht ein Konsens, dass der Weltgebetstag stattfindet, wenn auch mit einer der Situation angepassten Liturgie. Diese erzählt zwar von den Frauen in Palästina, vermeidet aber eine verbale Konfrontation mit Israel.

«Angesichts von Gewalt, Hass und Krieg in Israel und Palästina ist der Weltgebetstag mit seinem diesjährigen biblischen Motto aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus '…durch das Band des Friedens' so wichtig wie nie zuvor», betont Brunhilde Raiser, die evangelische Vorstandsvorsitzende des WGT Deutschland. Dem können wir uns anschliessen. 

Einige Änderungen in der Liturgie, aber auch beim Plakat und den Postkarten werden vorgenommen werden müssen. Im Zentrum steht, wie immer beim Weltgebetstag, das Gebet um Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte.  

Die Geschichten der drei Frauen in der Gottesdienstordnung sind Hoffnungskeime, die deutlich machen, wie Menschen aus ihrem Glauben heraus Kraft gewinnen, sich für Frieden zu engagieren. Ihre Erzählungen sind eingebettet in Lieder und Texte, die den Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit und vor allem die Hoffnung darauf ausdrücken.

So kann der Weltgebetstag 2024 in dieser bedrückenden Zeit dazu beitragen, dass - gehalten durch das Band des Friedens - Verständigung, Versöhnung und Frieden eine Chance bekommen, in Israel und Palästina, im Nahen Osten und auch bei uns in der Schweiz.

 

Gottesdiensttermine zum Weltgebetstag 2024 

Sonntag, 11. Februar:

Kapelle Engi, 9.30 Uhr

Freitag, 1. März:

Kath. Kirche Niederurnen, 19.30 Uhr

Ref. Kirche Mühlehorn, 18.30 Uhr

Evangelisch-Methodistische Kirche Glarus, 19.30 Uhr

Kath. Kirche Schwanden, 18 Uhr

 

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