News von der Glarner reformierten Landeskirche

Landsgemeinde-Samstag: Klingende Kulturoase und denkwürdiger Gottesdienst

von Swantje Kammerecker
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06.05.2026
Erstmals traten die reformierte sowie die katholische Glarner Landeskirche am Landsgemeinde-Samstag mit einem Stand in Erscheinung – mit viel stimmungsvoller Musik. Auch der abendliche kantonale Gottesdienst zog viel Publikum an.

Von Akkordeon über Trommeln, von der Jazzband bis zu einem Nasenflötenensemble – das Musikprogramm im Zelt der beiden Landeskirchen war vielfältig und sorgte für gute Stimmung rund ums Gerichtshaus in Glarus. Wie sich schon an der Glarner Messe im November 2025 und am Weihnachtsmarkt zeigte: Wenn die Kirche zu den Menschen geht, wird das offenbar geschätzt. Engagierte Freiwillige und kirchliche Mitarbeitende waren jederzeit als Ansprechpartner zugegen. Die für das Programm zuständige Kirchenrätin Irene Spälti zieht ein positives Fazit. «Man hat gemerkt, wie gerne die Musikerinnen und Musiker für die Leute gespielt haben, das schöne Wetter tat ein Übriges, um Publikum anzuziehen.» Als gut geplante Synergie erwies sich auch, dass die Kirchgemeinde Glarus-Riedern direkt nebenan mit ihrem Stand zur HEKS-Kampagne mit einem attraktiven Angebot vertreten war. So lief der Betrieb rund, bis am Landsgemeinde-Samstag um 16 Uhr der Flohmarkt im Stadtzentrum geräumt wurde.

Wer dann noch geistliche Nahrung wünschte, konnte sich um 18 Uhr vom Geläut der Stadtkirche in den kantonalen Landsgemeinde-Gottesdienst einladen lassen. Dieser wurde von den Pfarrern Matthias Hauser (der auch die Predigt hielt) sowie Sebastian Doll und Bernd Rosner gehalten; somit waren die katholische, die reformierte und die evangelisch-methodistische Kirche vertreten. Der Lesung der Zehn Gebote in der ausführlichen Fassung folgten denkwürdige Worte, welche auf den christlichen Glauben als Grundlage der Verfassung der Schweiz und der darin verankerten Werte verwiesen. Und auch die Verfassung des Kantons Glarus erwähnt in ihrer Präambel die «Verantwortung von Gott»; die Landgemeinde selber wird jeweils dem «Machtschutz Gottes» unterstellt. Da die freiheitlich-demokratische Grundordnung ihre Voraussetzungen nicht selber herstellen könne, brauche es diese Verankerung – und die Bereitschaft zum verantwortungsvollen Umgang mit ihren Gütern: dem Streben nach Freiheit und Selbstverwirklichung, dem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Diese Werte einen auch die  christlichen Kirchen. Gemeinsamer Gesang und Gebet bekräftigten das, dazu passte die feierliche Musik des Gottesdienstes mit Orgel (Lara Schaffner) und Trompete (Werner Eberle). Im Anschluss wurde im Seitenschiff der Stadtkirche noch zum Verweilen beim Apéro eingeladen. Landsgemeinde-Samstag: Klingende Kulturoase und denkwürdiger Gottesdienst.

Bilder: zvg

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