Junge Seite: Erde, wie geht es Dir?
Von Helena Golling
Ich glaube an das Gute im Menschen. Grundsätzlich. Ich hoffe sehr, dass ein Grossteil der Menschen das «Richtige» machen möchte. Ich glaube, die meisten sind bemüht, ihr Leben im Einklang mit ihrem Umfeld und auch der Umwelt zu leben.
Mir ist klar, dass dies nicht immer zu hundert Prozent möglich ist, weil viele verschiedene Einflüsse, Ansprüche und Gegebenheiten unser Leben von aussen prägen. Aber ich wünsche mir, dass wir uns der Kraft und der Einflussmöglichkeiten, die wir alle haben, etwas mehr bewusst werden. Wir leben jetzt. Auf dieser Erde. Zusammen. Und der Erde geht es schlecht. Wenn ich nach draussen gehe, sehe ich die Bäume, die unter der Hitze und dem Schädlingsdruck leiden. Ich habe Umweltnaturwissenschaften studiert, weil ich der Überzeugung bin, dass es mit etwas vom Aktuellsten, Akutesten und Wichtigsten ist, das wir heutzutage brauchen. Ich möchte mich dort engagieren, wo ich am meisten bewirken kann. Ich will mein Leben mit Sinn füllen, und hier sehe ich den dringendsten Handlungsbedarf.
Nun könnte man sagen, dass ich durch meinen Werdegang voreingenommen bin, und dies mein Spezialgebiet ist. Aber es interessiert mich nicht nur deshalb, wie es unserer Erde geht. Und es geht nicht nur mich etwas an. Es geht uns alle etwas an. Denn wir alle leben auf dieser Erde. Wir teilen diesen Lebensraum miteinander als Spezies Mensch. Damit wir dies auch weiterhin können, müssen wir Rücksicht nehmen. Auf uns, unsere Mitmenschen, und unsere Umwelt. Heute, morgen, und bis wir von dieser Erde gehen, beziehungsweise in diese Erde zurückgehen. Und ich wünsche mir von mir selbst und von uns allen, dass wir etwas bewusster leben. Mit mehr Achtsamkeit und Rücksicht Entscheidungen treffen. Verantwortungsvoller leben. Denn ICH weiss es, aber wenn wir ehrlich sind und die Augen einmal nicht blind verschliessen, wissen wir es doch alle, spüren es. Dass es der Erde und damit auch uns und den Tieren, die wir die Erde bewohnen, nicht gut geht. Die heissen Sommer. Die ausbleibenden Regenfälle, die schmelzenden Gletscher, die austrocknenden Flüsse, die niedrigen Wasserpegel. Das ist nicht normal.
Wir alle haben Einfluss auf die Zukunft. Unsere Zukunft, die unserer Mitmenschen, unserer Kinder und unserer Erde. Darum ist dies ein Aufruf. Ich bin der Überzeugung, dass wir alle einen Unterschied machen. Auf jeden und jede von uns kommt es an. Und wenn wir uns der Verantwortung bewusst sind, die wir tragen, können wir die Welt zu einem besseren Ort machen. Wir können dafür sorgen, dass es der Erde wieder besser geht. Und damit auch uns, die wir auf ihr leben. Ich wünsche mir mehr Menschlichkeit, mehr Rücksicht auf unsere Natur, unsere Umwelt, diesen Lebensraum, den wir gemeinsam teilen. Danke.
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